Home
Unser Verein
History
Vorstand
Satzung
Sponsoren
Kursangebote
Wettkampfsport
Erwachsenenschwimmen
Abzeichen
Mitglied werden
Kontakt-Formular
Sitemap
Impressum

Historie

Die Gründerzeit

Eine uns nicht bekannte Personengruppe hielt es 1914 für angebracht, in Wesel einen Schwimmverein zu gründen. Welcher Anlass dafür zugrunde lag, ist leider nicht überliefert, doch muss es irgend etwas mit der Pflege des Wasser- oder besser gesagt des Schwimmsportes zu tun gehabt haben. Auch der Gründungstag und -monat sind nicht mehr in Erfahrung zu bringen. Um nun das Jubiläum nicht zu früh zu feiern, haben wir das Stiftungsfest in den September gelegt, eine Jahreszeit, wo sich auch damals schon der Sommer seinem Ende zuneigte und die Badesaison ausklang, also eine gute Gründerzeit.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang nur das Gründungsjahr; es beinhaltet doch gleichzeitig auch den Beginn des 1. Weltkrieges. "Sehr phantasiebegabte Historiker würden hinter beiden Ereignissen eine Verbindung suchen und sicherlich dabei auf die Wiege der später bekanntgewordenen Kampfschwimmer stoßen."

Dass der Schwimmverein den 1. Weltkrieg überstanden hat, steht zweifelsfrei fest. Uber das "Wie" fehlen leider wieder die Informationen. Anfang der 20er Jahre hat er dann aber einen regen Zu-lauf bekommen, denn aus dieser Zeit zahlen wir heute noch 4 Mitglieder in unseren Reihen und noch weitere Burger unserer Stadt waren ausfindig zu machen, die damals zu den Aktiven gehörten.

Geschwommen wurde in einem mit Balken im Rhein aufgeteilten Geviert auf der rechten Uferseite, unterhalb der heutigen Rheinbadeanstalt.

Vorsitzender war damals der Schwimmkamerad Orgs, der zugleich rege die Werbetrommel betätigte, um gute Schwimmer zu bekommen.

Die 20er- und 30er Jahre

Wie die Geschichte lehrt, waren dies für die wirtschaftliche und politische Existenz zunächst sehr schwere Jahre. Anders schienen sie sich bei den Aktivitäten in den Vereinen darzustellen. Wie aus Bildern und Berichten hervorgeht, herrschte zu der Zeit im Weseler-Schwimmverein ein reges Treiben. Sportlich und gesellschaftlich tat man sich zusammen und entwickelte viele Gemeinsamkeiten.

 

Bild: Damenriege des WSV 1920

 

Bild: Städtische Badeanstalt im Rhein in den 20er Jahren

Als Trainer fungierte in den 20er Jahren Erich van den Heuvel, gleichzeitig auch ein guter Schwimmer. Wettkämpfe wurden veranstaltet und besucht, aber auch eine Reihe anderer Unternehmungen durchgeführt.

Zwischenzeitlich war auch das Bad im Rhein durch Stege verbessert worden und machte schon äußerlich den Eindruck einer richtigen Badeanstalt.

Aber all das reichte dem inzwischen erstarkten Verein bald nicht mehr in seinen Bestrebungen. Die Strömung des Rheins störte die Wettkampfschwimmer und man war (fast so wie wir heute) nur ein geduldeter Gast auf (in) fremdem Territorium. Der damalige sehr rege Vorsitzende Fritz Kaune dachte mit seinen Mitstreitern über Abhilfe nach. Auch zu Opfern war man bereit. Da der Verein einen guten Brustschwimmer besaß, der sich beruflich der Brauerei verschrieben hatte, dem heutigen Baumeister Josef Vogt, waren mit dessen Hilfe bald die Pläne für ein vereinseigenes Bad entworfen. Nachdem die Frage des Standortes dann ebenfalls geklärt war, konnte die Idee bald in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Anfang der 30er Jahre entstand im Weseler Rheinhafen in Eigeninitiative und -leistung das Bad des 1. WSV. Getragen wurde es von 200-l-Benzinfässern, die mit Balken und Brettern verbunden waren. Alles Notwendige war vorhanden.

Als Bademeister fungierte Jupp Schmidt, in der Aufsicht unterstützt von Herrn Spaltmann, beides Väter unserer heutigen Ehrenmitglieder Martha Hafels und Hans Spaltmann. Hier konnte nun nach Belieben trainiert und geschwommen werden, man war "zu Hause". Schwimmschüler kamen damals, noch an die "Angel" und schluckten manch ungewolltes Wasser.

Am Ende der Badesaison wurde das Bad zusammengeschoben und konnte so überwintern. Auch stand es dem zunehmenden Schiffsverkehr dann nicht im Wege.

 

Bild: Vereinseigenes Bad des 1. WSV in Winterposition

Doch wie jede Freude, war auch diese nicht von sehr langer Dauer. Gegen Ende der 30er Jahre, nachdem die Schifffahrt weiter zunahm, ebenso wie die Verschmutzung des Rheines und die Hygienevorstellungen und -ansprüche stiegen, entschloss sich die Stadt Wesel zum Bau eines neuen Freibades. Im Jahre 1939 konnte die neue Rheinbadeanstalt ihre Pforten öffnen. Oberhalb des damaligen "Bades im Fluss" ist sie auch heute, nach mehr als 50 Jahren, noch in leicht abgewandelter Form in Betrieb.


Für den 1. WSV war das damals ein Anlass, sich vom Hafenwasser zu trennen und seine Aktivitäten in das wettkampfgerechte, moderne Bad zu verlegen. Es fand sich sogar ein Käufer für unser Hafenbad. Für 250,00 RM konnte es an das RWE verkauft werden. "Man wollte es vermutlich dazu benutzen, seine Nachwuchskräfte für den Notfall auszubilden, um die damaligen linksrheinischen Versorgungsgebiete auch schwimmend zu erreichen".

Was waren zu dieser Zeit aber die sportlichen Höhepunkte? Für unseren Weseler Schwimmverein von Bedeutung war zunächst einmal, dass sich in den letzten Jahren zwei weitere Schwimmvereine in Wesel gründeten: genannt "Rheinstrom" und "Lippestrand". Sie waren der Grund dafür, dass vor unserem Namen WSV die Bezeichnung "1." gesetzt wurde. Dieser Zusatz wird nun auch auf Dauer seine Bedeutung behalten, obwohl die beiden Neugründungen nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr ins Leben zurückfanden.

Das Sportgeschehen dieser Zeit

Auch damals wurden ehrgeizige Konkurrenzkämpfe um die sportliche Vorherrschaft ausgetragen. Wie schon erwähnt, gab es in diesen Jahren eine Reihe guter Schwimmerinnen und Schwimmer,  wodurch eine gesunde Rivalität zwischen den Vereinen hervorgerufen wurde. Eine der bedeutendsten regionalen Ereignisse war die alljährlich durchgeführte  Lippestaffel.  Daran  maßen  sich  die  3  Weseler Schwimmvereine. Der Start war in der Nähe des alten Wasserwerkes in Höhe des Lippehafens, das Ziel die Lippemündung.

 

Bild: WSV-Schwimmer des Jahres 1930

 

Bild: WSV-Damenriege des Jahres 1932

Jede Mannschaft bestand aus 10 Personen. Da ein Stab den Schwimmer behindern würde, gab es statt dessen für jede Mannschaft eine Badekappe, die vom jeweils im Rennen befindlichen Wettkämpfer getragen und unter dem Kinn geschnürt werden musste. Bei den einzelnen Wechseln spielte die Übergabe und erneute ordnungsgemäße Platzierung dieser Kappe beim nächsten Schwimmer oft eine große Rolle und konnte über Sieg und Niederlage entscheiden. Das von der Bevölkerung daran gezeigte große Interesse und lautstarke Anfeuerungsrufe sorgten für die rechte Atmosphäre.

 

Bild: Die Lippestaffel von 1930

Vereinsintern wurde alljährlich noch das Stromschwimmen im Rhein durchgeführt, eine Disziplin die heute, wegen des starken und schnellen Schiffsverkehrs und der erhöhten Wasserverschmutzung, fast undenkbar wäre. Der Start war an der "Wacht am Rhein", das Ziel die Rheinbadeanstalt. Es siegte jeweils der Schnellste seiner Klasse.

Überregional nahm man an der Ruhrstaffel teil, die in der Nähe von Kettwig ausgetragen wurde. Das Besondere an diesem Wettkampf war, dass neben der Schwimmstrecke auch eine ca. 400 m lange Laufstrecke rund um eine Schleuse zu überwinden war. Es galt also für diesen Vielseitigkeits-wettbewerb nicht nur die besten Schwimmer, sondern davon auch die besten Läufer zu nominieren. Um hier bestehen zu können, musste eifrig trainiert werden. Diese sehr stark besuchte Veranstaltung konnte sogar einmal vom Weseler Schwimmverein siegreich beendet werden, was in den großen Zeitungen des Ruhrgebietes gebührend Beachtung fand.

Zu weiteren Wettkämpfen fuhr man in die Städte der Nachbarschaft oder veranstaltete sie selbst. Unterschieden wurde zwischen Vereinen mit oder ohne Winter-(Hallen-)bad (V.o.W.).

Die Schwimmstiele dieser Zeit wichen von den heutigen zum Teil erheblich ab. Es durfte z.B. beim Brustschwimmen der Kopf nicht unter Wasser genommen werden, das hatte unweigerlich eine Disqualifikation zur Folge. Rückenschwimmen wurde im Armgleichschlag betrieben, der Rückenkraulstil kam erst später auf. Lediglich das Kraulschwimmen in der Brustlage sah ähnlich aus wie heute. Das Seitenschwimmen war eine Disziplin, die jetzt nicht mehr durchgeführt wird, dafür gab es aber den Delphinstil noch nicht.

 

Bild: Sieger im Stromschwimmen

Einige gute Schwimmerinnen und Schwimmer dieser Zeit waren:

Leni Bors, Adolf Fink, Heinz Sack, Frl. Fiedler, Paul Hafels, Willi Sack, Ilse Fobbe, Erich van den Heuvel, Willi Schäfer, Ilse Hering, Fritz Hornecker, Hans Spaltmann, Frieda Kleinherbers, Alfred Jamin, Helmut Tinnefeld, Frieda Licht, Hans Lamers, Josef Vogt, Jettchen Schepers, Theo Licht, Eise Spaltmann, Heinrich Niemand, Martha Schmidt (Hafels) und  Bernhard Orgs.

Im Sommerhalbjahr wurde im Rheinbad und im Strandbad Sonsfeld geschwommen; während des Winterhalbjahres standen die regelmäßigen Fahrten zum Hallenbad in Duisburg - Hamborn im Trainingsplan sowohl für Kinder, Jugendliche und Erwachsene als auch für den Lehrbetrieb.

Langsam wuchs die Zahl der Mitglieder, die sich aktiv am Sportbetrieb beteiligten und für die Vereinsaktivitäten sorgten.

Im Vorstand waren seinerzeit als 1. Vorsitzende die Herren H. Spaltmann (1936-1949) und Willi Schäfer (1950-1967).

Mit dem fortschreitenden Aufbau in Wesel wurden auch die Sportstätten wieder in einen besseren Zustand gebracht. Nach gründlicher Renovierung fand die offizielle Einweihung des Rheinbades am 16.05.1952 statt.
Dort konnten wir bereits zu unserem 40jährigen Bestehen am 4. Juli 1954 einen Schwimmwettkampf mit folgendem Programm durchführen:

1)  4 x 50 m Herren, Eröffnungsstaffel

2)  10 x 50 m Brust, Knaben

3)  100 m Kraul, männliche Jugend

4)  10 x 50 m Brust-Staffel

5)  100 m Rücken, Herren

6)  Kunstspringen

7)  10 x 50 m Kraulstaffel, Herren

8)  100 m Brust, Damen

9) 4 x 50 m Lagenstaffel, männliche Jugend 10) Wasserballspiel der alten Mannschaften von Emmerich/Kleve und Wesel

Nach den Herbst-Winterpausen kam jeweils im Mai der Übungsbetrieb im Rheinbad wieder in Gang. Die Abhängigkeit vom Wetter und be­sonders von der Sonne, die ja für erträgliche Wassertemperaturen sorgen musste, blieb leider ständig erhalten. (Die heute vorhandene Heizanlage für beide Becken wurde erst 1969 installiert.

 

Bild: Nach dem Saison-Abschlussschwimmen 1954

In den Jahren 1950 bis 65 trainierten und spielten unsere Herren und Jugendlichen mit Vorliebe Wasserball und nahmen dabei auch an Turnieren teil. Zum Kreis dieser Aktivtäten zählten u.a. Adolf Fink, "Batje" Hesper, Fritz Hornecker, Alfred Jamin, Hans Lamers, Heinz Schreivogel, Helmut Tinnefeld und später auch Hermann van de Sand, Wolfgang Becker, Hans van den Brück, Jürgen Fink, Ernst Hornecker, Wolfgang Niemand (als Gast) Manfred Lux und Egon Hoppmann.

Stets im September folgten noch die Vereinsmeisterschaften. Wegen der bereits genannten Wetterabhängigkeit konnte jeder Teilnehmer bis zu 3 Starts in jeder ausgeschriebenen Lage wahrnehmen. Die beste erreichte Leistung kam dann in die Wertung.

 

Bild: Eröffnung des Weseler Hallenbades durch Bürgermeister Kurt Kräcker 1965

Von der "Bleiente zum Delphin"

Schon immer hat es sich der 1. Weseler Schwimmverein zur Aufgabe gemacht,  die Kinder unserer Stadt zu fördern. Hierbei galten seine besonderen Aktivitäten den Nichtschwimmern. Schon früh wurde das Schlagwort geprägt: "Jeder Bürger ein Schwimmer".

In diesem Zusammenhang muss eines Mitgliedes besonders gedacht werden: des 1977 verstorbenen Schwimmkameraden Heinrich Niemand. Schon in den 20er Jahren gehörte er dem 1. WSV an. Nach kriegsbedingter Abwesenheit kehrte er 1951 nach Wesel zurück, stieß bald wieder zum neuerweckten Schwimmverein und machte sich dort die Nichtschwimmerbetreuung zur Aufgabe.

Zu der Zeit träumte man in Wesel erst von einem Hallenbad. Aus diesem Grunde fuhr man in der kalten Jahreszeit sonntags mit einem Autobus ins Hallenbad nach Hamborn. Im dortigen Warmwasser-Lehrbecken war der Anfang unserer bis heute immer ständig erweiterten Nichtschwimmerausbildung. Mit dem Bau des Hallenbades-Mitte, 1965, und des Lehrbeckens in der Martinischule konnten die Aktivitäten auch im Winter nach Wesel verlagert werden. Schnell sprach sich diese Möglichkeit in der Bevölkerung herum und der Ansturm auf unsere Lehrstunden war so groß, dass Wartelisten angelegt werden mussten.

Noch mit 75 Jahren hat sich Heinrich Niemand dieser fast zur Lebensaufgabe gewordenen Beschäftigung mit vollem Einsatz und-großer Liebe gewidmet. Mit der Unterstützung seiner Helfer, meist junger Vereinsmitglieder aus der Trainingsgruppe, hat er vielen hundert jungen und älteren Bürgern das Schwimmen beigebracht.

 

Bild: Heinrich Niemand im Lehrbecken Martinischule in Aktion

Schon der damalige 2. Vorsitzende Hans Spaltmann sagte 1974 in seiner Festrede zum 60 jährigen Bestehen des' Vereines: "Durch seine (H. Niemand) Schwimmschule sind im Laufe der letzten 20 Jahre 4680 Schülerinnen und Schüler gegangen".

Selbstverständlich wuchsen aus dieser großen Zahl junger Menschen auch immer einige Talente für unsere Wettkampfgruppe heran, im Vordergrund stand aber immer das Bestreben, jeden in der Fertigkeit des Schwimmens auszubilden, zum Wohle der Bevölkerung.

Diese schon früh übernommene Aufgabe stand auch weiterhin im Vordergrund. Die tragenden Säulen unseres  Lehrschwimmbetriebes waren  schon  seit  einigen Jahren  die Übungsleiterinnen Lilo Volkmann und Brunhilde Schröter, unterstützt von eifrigen Helferinnen aus der Jugendgruppe. Sie setzten die alte Tradition fort.

Lediglich die Form hatte sich geändert. Was früher in kontinuierlichem Durchlauf erfolgte, wurde nun h im gestrafften Kurssystem durchgeführt. Auch hier hatte die Zeit nicht stillgestanden und neue Erkenntnisse waren eingeflossen. Der Erfolg blieb immer der Maßstab.

 

Bild: Lilo Volkmann und Brunhilde Schröter mit Schwimmschülern

 

m Trainingsgespräch - v.l. Karin Assmann, Ulf Priewe, Arnhild Neuhaus

Aber noch jemand aus der alten Schule des Heinrich Niemand ist hier zu erwähnen. Schon als junge Frau übernahm Arnhild Neuhaus, damals noch Arnhild Michels, von ihm den Posten als Technische Leiterin des Sportbetriebes. Gleichzeitig Übungsleiterin füllte sie dieses Amt viele Jahre aus, bis sie Mutterpflichten stärker banden, und sie die technische Leitung an Franz Schröter übergab. Als Übungsleiterin stellte sie ihre umfangreichen Kenntnisse noch lange im Hallenbad-Ost dem Verein und der Jugend zur Verfügung.

Helga und Walter Wedlich runden letztendlich die Reihe derer ab, die nach dem 2. Weltkrieg besonders aktiv am reibungslosen Ablauf des Übungsbetriebes beteiligt waren. Sie standen vor allem in den 70er und der ersten Hälfte der 80er Jahre mit im Mittelpunkt der Vereinsarbeit, trainierten die Jugend und betreuten sie bei Wettkämpfen im In- und Ausland.

Auch nicht unerwähnt bleiben dürfen die Übungsleiter Fritz Förster und Bernd Voelkel, die ebenfalls einige Jahre am Trainingsgeschehen beteiligt waren.

So kann man gut und gerne behaupten: der sportliche Geist des Heinrich Niemand ist noch heute in seinen Nachfolgern lebendig. Viele, die als "bleierne Enten" zum 1. Weseler Schwimmverein kamen, gleiten heute wie Delphine durch das Wasser.

 

Bild: Helga Wedlich und Bernd Voelkel mit 1. WSV Nachwuchs

 

Bild: Walter Wedlich und die Trainingsmannschaft

Der Verein schwang sich zu seiner 2. Blütezeit empor. Der Mitgliederzuwachs war so groß, dass für die Lehrschwimmkurse im Martinibecken Wartelisten angelegt werden mussten.

Einige Jahre später bekamen wir das Ost-Bad in Obrighoven als weitere Übungsstätte hinzu, es konnten somit mehr Trainingsstunden angeboten werden.

Dieses war in der Zeit von Wilhelm Schäfer (1. Vorsitzender) und Heinrich Niemand (Technischer Leiter sowie Lehrschwimmwart), beide Mitglieder aus den 20er Jahren.

Ferner stellten Wilhelm Wolters als Schriftführer und H.-Gerd Grunendahl ihre ehrenamtliche Tätigkeit länger als 25 Jahre in den Dienst des 1. Weseler Schwimmvereins.

Noch eine Reihe weiterer Funktionäre, Übungsleiter und Aktive prägten danach die Entwicklung des 1. Weseler Schwimmvereins. Einige davon seien hier aufgelistet: Hans Spaltmann ( nochmals Vorsitzender 1968 bis 1974 ), Arnhild Neuhaus, Helga und Walter Wedlich, Lilo Volkmann und Karin Assmann.

Mitte 1994 wurde das nach etwa 30 Jahren marode gewordene Heuberg-Bad geschlossen und zum Abbruch freigegeben. Die Folge waren geringere Trainingszeiten ( nur Ost-Bad ) und eine Übertragung der Bäderhoheit von der Stadt auf die Bädergesellschaft ( Zweig der Stadtwerke Wesel ). Mit der Übernahme erfolgte eine drastische Erhöhung der Bad-Nutzungsgebühren, die in 4 Jahresschritten für alle schwimmsporttreibenden Vereine von einem Pauschalbetrag auf eine Benutzungsstundenbasis verändert wurde und auf mehr als das 10-fache anstieg. Die dadurch notwendige Beitragserhöhung als auch die verbliebene geringere Übungsmöglichkeit im Ost-Bad führte zu einem erheblichen Schwund der Mitgliederzahl - am 1. Januar 1997 waren es nur 361.

Endlich erfolgte Anfang 1998 nach für uns langer Wartezeit die Öffnung des neu errichteten Heuberg-Bades. Seitdem verfügen wir wieder über geregelte Trainingsmöglichkeiten in beiden Hallenbädern. Von nun an ging es wieder bergauf, auch mit der Anzahl der Mitglieder.

Mitte 1998 kam dann eine neuerliche Hiobsbotschaft, das Lehrschwimmbecken an der Martinischule wurde wegen erheblicher Mängel geschlossen. Die am stärksten betroffenen Vereine - die Versehrten-Sportgemeinschaft, die Gymnastikschule und der 1. Weseler Schwimmverein - liefen Sturm dagegen; ...mit Erfolg!

Die Schließung konnte zwar nicht verhindert werden, jedoch die Zusage für den Anbau eines Lehrschwimmbeckens am Heuberg-Bad konnte unsere Sorgen zunächst zerstreuen. Seitdem wurde das Ost-Bad für die Kleinkinder- und Erwachsenenschwimmkurse genutzt, ein wenig geeignetes Provisorium.

Ein Rückschlag für alle Schwimmer, die bis dahin das Rheinbad genutzt hatten, erfolgte im August 1999 - das Freibad wurde wegen sicherheitstechnischer Mängel geschlossen. Eine längere Sanierung war unumgänglich.

Im April 2000 erfolgte bei der Jahreshauptversammlung eine Veränderung des Vereinsvorstandes. Die Vereinsführung lag bis dahin bei Wolfgang Niemand (1.Vorsitzender von 1975 bis 2000) und Walter Strothjohann (2.Vorsitzender von 1968 bis 2000). Beide erhielten als Auszeichnung die goldene Vereinsnadel sowie die goldene Ehrennadel des Stadtsportverbandes. Walter Strothjohann wurde zum Ehrenmitglied und Wolfgang Niemand zum Ehrenvorsitzenden des im 1. Weseler Schwimmvereins ernannt. Nochmals an dieser Stelle einen herzlichen Dank für die erfolgreiche Arbeit über diese vielen Jahre.

Dr. Ernst Wallis wurde als 1.Vorsitzender und Ruth Kloppot als 2. Vorsitzende gewählt.

Die Fortsetzung des Generationswechsels erfolgte ein Jahr später - bei der nächsten Jahreshauptversammlung im März 2001. Nachdem ein Jahr zuvor Brunhilde und Franz Schröter (2. bzw. 1. Sportlicher Leiter seit 1977/1987) schon signalisiert hatten, dass sie sich nach vielen Jahren aktiver Vereinstätigkeit zurückziehen wollten, war die Zeit für eine neue technische Leitung des Vereines gekommen.

Die Zusammensetzung Klaus Kirchmann (1. technischer Leiter), Armin Bethaus und Christian Döring (beide 2. technischer Leiter) wurde gewählt. Dieses Dreigestirn sollte nun zukünftig in Zusammenarbeit mit allen anderen Übungsleitern den Vereinsbetrieb in die technischen Richtungen - von der Anfängerausbildung bis zu den Wettkampfschwimmern - betreuen (Übungsleiter). Im Juni 2001 wurde endlich nach 18-monatiger Umbauzeit das Rheinbad am Yachthafen wieder eröffnet. Auch wenn es bei der damaligen Eröffnungsfeier leider fast nur geregnet hat, so wurde eine schöne und vielseitige Wasserlandschaft geschaffen.

Wie auch schon an anderer Stelle erwähnt, nutzt der 1.Weseler Schwimmverein seit der Fertigstellung im September 2001 intensiv das neue Lehrschwimmbecken am Heuberg-Bad für die Wassergewöhnungs- und Anfängerschwimmkurse. Inzwischen finden hier ebenfalls die Erwachsenenschwimmkurse statt.

Im Juni 2005 schlossen sich die Türen des Hallenbades Ost. Dadurch verloren wir einen erheblichen Teil unserer Wasserfläche und erhielten dafür das Hallenbad Bislich als Übungsstätte.

 

1. Weseler Schwimmverein 1914 e.V.
info@1wsv.de